Projektstatus: In Umsetzung

Antragsteller: LAG Südlicher Steigerwald e.V.

Kooperierende LAGn: 12 LAGn aus Mittel- und Oberfranken und der Oberpfalz

Im RahmeGebietskulissen des Kooperationsprojekts „Erfassung (historischer) Kulturlandschaften“ haben sich alle neun Lokalen Aktionsgruppen aus Mittelfranken und der Region Bamberg sowie drei LAGs aus der Oberpfalz zusammengeschlossen, um mit einer LEADER-Förderung eine gemeinsame Erfassung von Kulturlandschaftselementen durchzuführen. Die Bezirke Mittelfranken und Oberpfalz begrüßen das Projekt und werden es mit einer finanziellen Beteiligung unterstützen. Viele Akteure arbeiten bei diesem Projekt zusammen, darunter der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, Bezirks-, Kreis- und Ortsheimatpfleger, Landschaftspflegeverbände, Naturschutz und weitere regionale Organisationen.

Ziel des Projekts ist es, in enger Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege modellhaft eine Datenbank aufzubauen, in der die hauptsächlich von Ehrenamtlichen erfassten Kulturlandschaftselemente nach Überprüfung durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingepflegt werden. Der große Vorteil dieses Kooperationsprojekts ist eine individuelle Erfassung der Kulturlandschaftselemente. Jede LAG entscheidet für sich und ihre Region, welche Elemente erhoben werden. Solche Elemente können z.B. sein: Felsenkeller, Streuobstanlagen, Hutanger, alte Obstbäume in freier Flur, Mittel- und Niederwälder, Wehre, Mühlbäche, Bewässerungsanlagen, Altstraßen, Grenzsteine, Wallgräben, Heiligenfiguren oder Steinkreuze. Dabei ist klar, dass eine vollständige Erfassung im Rahmen dieses Projektes nicht machbar ist.

Von zentraler Bedeutung ist die Einbindung von Ehrenamtlichen, die zu einem neuen Blick auf ihre Heimat motiviert werden sollen. In verschiedenen Workshops werden sie für die Erfassung der Elemente qualifiziert. Neben grundlegenden Informationen zur (historischen) Kulturlandschaft erhalten sie dabei auch Schulungen zur Datenerhebung und zu noch festzulegenden Spezialthemen. Die Workshops
finden in jeder Region statt und sind kostenlos. Die Erfassung der Kulturlandschaftselemente wird von einem Projektmanagement koordiniert.

Nach Ende der dreijährigen Projektlaufzeit wird die erstellte Datenbank voraussichtlich beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege angesiedelt sein, von diesem betreut und gepflegt werden. Damit ist die Nachhaltigkeit des Modellprojektes gesichert. Zu diesem Zeitpunkt wird die Datenbank dann auch bayernweit, zu noch zu definierenden Konditionen, für die Allgemeinheit geöffnet werden.